Segelvorausbildung GORCH FOCK – Naval Station Norfolk

Seit einigen Tagen liegen wir mit GORCH FOCK in der Naval Station Norfolk, der größten militärischen Einrichtung der Welt. Die Kulisse ist einzigartig und beeindruckend: drei Flugzeugträger, darunter unser Partnerschiff USS HARRY S. TRUMAN CVN‑75),   – und mittendrin ein deutsches Segelschulschiff in der Segelvorausbildung.

Bei teilweise bis zu 36 Grad läuft die Segelvorausbildung und das Bordleben geht konzentriert weiter. Flugzeuge der US Navy fliegen über uns, während wir zwischen den Schiffen arbeiten – Eindrücke, die unsere Kadetten ein Leben lang begleiten werden. Der Rahmen  mit Geräuschkulisse und Temperaturen ist fordernd, aber genau das macht diese Erfahrung so wertvoll und bleibt für immer. Am Wochenende beginnt für uns der offizielle Start von Sail250 – die Vorfreude an Bord ist groß. Für mich persönlich ist es eine besondere Ehre, als ehemaliger Austauschoffizier und Navigator auf USS LEYTE GULF (CG‑55) hierhin zurückzukehren. Überall offene Türen, herzliche Begegnungen mit alten und neuen Freunden - eine beeindruckende Kameradschaft seit über zwei Jahrzehnten!

 

Sail250 Norfolk, Virginia – Auftakt und Zwischenetappe

Mit dem Beginn von Sail250 in Norfolk liegen für uns intensive und seegängerische Tage hinter uns. Die Segelvorausbildung läuft weiter, und die Sailing Parade in den City Harbor war für uns eine anspruchsvolle praktische Etappe im laufenden Ausbildungsbetrieb.

Ein besonderer Moment: Erstmals seit 1976 kamen alle vier Schwesterschiffe der GORCH‑FOCK‑Klasse wieder zusammen. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen trafen sich die Kommandanten – ein seltenes Wiedersehen und zugleich der Auftakt zum Rennen um die Five Sister Trophy, das später von New York nach Boston ausgetragen wird.

In der Parade liefen wir als einziges Schiff unter Vollzeug ein. Das ist das Ergebnis unserer  Segelausbildung: klare und sauber orchestrierte Abläufe, Disziplin und ein eingespieltes Team. Wir haben das sauber und sicher gefahren und können darauf stolz sein.

Dazu kamen zahlreiche Begegnungen mit anderen Schiffen und Crews, die den besonderen maritimen Charakter von Sail250 prägen. Der Austausch war offen, kameradschaftlich und von gegenseitigem Respekt getragen.

 

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